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Neuer Museumsführer vorgestellt

In Anwesenheit von Dr. Martin Ausserdorfer, Bürgermeister von St. Lorenzen, Dr. Karin dalla Torre von der Abteilung Museen der Autonomen Privinz Bozen, Dr. Hubert Steiner vom Amt für Bodendenkmäler und weiteren Ehrengästen und Sponsoren wurde ein neuer, 50 Seiten umfassender Museumsführer vorgestellt. Realisiert wurde er von der Gruppe Gut Gestaltung und Dr. Christian Terzer. Anhand gut lesbarer Texte und vieler Fotos von verschiedenen archäologischen  Funden aus dem Museum zeigt uns das Büchlein die Lebensweise unserer Vorfahren zur Eisen- und Römerzeit.

Neu im Museum: Gürtelblech aus Bronze und Münzschatz

das Gürtelblech von Lothen

Das  Gürtelblech kam – zusammen mit einer Vielzahl von Fibeln -1940 bei Straßenbauarbeiten unterhalb des Burgkofels von Lothen zutage. Es ist aus Bronze angefertigt und misst 24 mal 12,5 cm. Auf der Vorderseite zeigt es zwei Hirsche von denen der kleinere Ohren einer Hündin trägt. Das Geweih ist ornamental gestaltet und die Körper sind flächig verziert mit ganz kleinen Einschlägen. Auf der Rückseite trägt das Blech eine Inschrift in rätischen Buchstaben “XANUEL SURIES KALA HEPRU IA IL KLUNTURUS”. Dabei handelt es sich wohl um eine Weiheinschrift , die folgendermaßen gelesen werden kann: “XANUEL SURIES WEIHT DEM HEPRU EIN WERK DES KLUNTURUS”. Gürtelbleche waren charakteristische Bestandteile der Tracht im 5. und 4. Jh. v. Chr.

 

Guertelblech von Lothen
by mansio_sebatum
on Sketchfab

Der Goldmünzschatz von Sebatum

Diese Goldmünzen, es handelt sich um 11 Solidi und 11 Tremisses,  sind in den 30er Jahren in Sebatum gefunden worden. Es sind 22 Münzen aus dem 5. und 6. Jh.n. Chr. , geprägt unter den oströmischen Kaisern Leo I., Zeno, Anastasios, Justinius I. und Justinianus.

Museumsverband Südtirol besucht Mansio Sebatum

Museumsverband Südtirol besucht Mansio Sebatum

zu sehen bei der Sonderausstellung bis 31.11.2013

Frühmittelalterlicher Sarg aus Freienfeld und Grabbeigaben ( Steigeisen ) aus dem Gräberfeld Niederrasen – Winschnur 8. – 6. Jh. v. Chr.

Eröffnung der Ausstellung “Grabritus in der Antike”

Eröffnung der Ausstellung “Grabritus in der Antike”

Sonderausstellung “GRABRITUS DER ANTIKE”

Sonderausstellung “GRABRITUS DER ANTIKE”

Am 25.6.2013  um 18:00 Uhr wird die Sonderausstellung “Grabritus der Antike” eröffnet.

Dauer der Ausstellung vom 26.6.2013 bis 30.11.2013

Der Tod als Ende des irdischen Lebens und
die Beisetzung bzw. die Vorstellung von einem neuen Leben im Jenseits pägten
das Denken und Handeln der Menschen in besonderem Maße. Für das Jenseits
stattete man die Verstorbenen mit ihrer zu Lebzeiten getragenen Tracht sowie
mit Gegenständen aus, die ihren gesellschaftlichen Status widerspiegelten.
Damit sollte dem Toten ein standesgemäßes Weiterleben im Jenseits gesichert
werden. Im Grabritus wechselten sich im laufe der Zeit mehrfach die
Brandbestattung und die Körperbestattung ab. Die beiden Formen bringen einen
unterschiedlichen geistesgeschichtlichen Hintergrund zum Ausdruck. Gräber geben
Aufschluss über Jenseitsvorstellungen, Einblick in die Sozialstruktur, Tracht
und Sachkultur der Menschen. Im Laufe des frühen Mittelalters verschwand die
Beigabensitte allmählich.

 

Römisches Abendessen beim “Magnuswirth”

Römisches Abendessen beim “Magnuswirth”

Es war ein gemütlicher Abend mit Kurzinformationen über verschiedene römische Meilensteine und einem köstlichen römischen Abendessen.

Vorspeise:        Moretum, Sala Cattabia, pizza rustica

Hauptspeise:   Minutax ex praecoquis (Schweinsragout mit Aprikosen)

Nachtisch:        Patina de piris (Birnenauflauf)

Wein :                Mulsum, Conditum paradoxum

Lange Nacht der Museen

Die lange Nacht im Museum Mansio Sebatum war ein großer Erfolg

Römischer Meilenstein

Römischer Meilenstein

Im Jahre 1857 wurde beim Abtragen einer Feldmauer unterhalb des Ansitzes Hebenstreit in Sonnenburg, unweit der Stelle, „wo die alte Straße in die neue einmündet“, ein römischer Meilenstein gefunden. Die Quarzphyllitsäule trägt eine dreizehnzeilige lateinische Inschrift, die sich auf die Erneuerung der Pustertalerstraße unter Kaiser Macrinus und seines Sohnes Diadumenianus im Jahre 218 n. Chr. bezieht. Die Entfernung des Meilensteins (von der Stadt Aguntum bei Lienz aus gezählt) wird mit 56 römischen Meilen (= 82,76 km) angegeben. Schon im Jahr 1873 konnte der deutsche Althistoriker Theodor Mommsen durch die richtige Lesung die in antiken Schriftquellen erwähnte Römersiedlung Sebatum bei St. Lorenzen lokalisieren.

Die Inschrift lautet:
„Der Oberbefehlshaber und Cäsar, Marcus Opellius Severus Macrinus, Pius, Felix, Augustus, Oberpriester, zum zweiten Male im Besitz der tribunizischen Gewalt, Vater des Vaterlandes, Konsul Proconsul und Marcus Opellius Antoninius Diaduminianus, „nobilissimus Cäsar, princeps iuventutis“, errichteten als vorsorgliche Kaiser (den Stein). Die Entfernung von Aguntum beträgt 56 Meilen“

Filmbericht über das Museum Mansio Sebatum

Filmbericht über das Museum Mansio Sebatum

St. Lorenzen im Pustertal: Das neue Museum Mansio Sebatum wurde nach intensiver Vorbereitungszeit eröffnet. Es sollte ein lebensnahes, zugängliches Museum werden und eine Brücke schlagen zwischen damals und heute. Siedlungsgeschichte im Pustertal von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter wird hier thematisiert.
Treten Sie ein in das neue Museum Mansio Sebatum in St. Lorenezn.



Museum Mansio Sebatum
J. Renzler Straße 9
39030 St. Lorenzen
Tel. +39 0474 538196
info@mansio-sebatum.it